“Dieses Buch ist wie ein Telefonklingeln der Erde, die darauf wartet, dass Du den Hörer abhebst.”  Sten Linnander, “Ich bin bei Euch: Die Erde will mit uns sprechen”.

Die Erde ist lebendig. Das haben wir alle schon mal gehört, und irgendwie glauben wir es auch – mehr oder weniger. Doch was wäre, wenn sie nicht nur irgendwie lebendig, sondern ein ganz und gar bewusstes, fühlendes und denkendes Wesen ist, ein Wesen wie Du und ich, das obendrein mit uns Menschen direkt und in unserer Sprache kommunizieren kann? Was würde sie uns sagen?

Sten erzählt in seinem Buch in ehrlichen Worten von seinen Gesprächen mit der Erde, die er in den 90er Jahres des letzten Jahrhunderts zum Ersten mal führte. Er selbst bleibt skeptisch bei der Frage, woher die Gedanken in seinem Kopf wirklich kommen, die so radikal und fremdartig sind, dass er mehrfach bei der Erde nachfragen muss, wie sie zu deuten sind. Die Ideen und Visionen, die er skizziert sind dabei umfassend und revolutionär. Sie tragen das Potental eines Paradigmenwechsels in sich, ein Wandel der Heilung und Frieden in planetarem Masstab bringen kann.

Die Erde, so erzählt Sten, sehnt sich als bewusstes Wesen nach Selbsterkenntnis, nach anderen bewussten Wesen, die in direktem Kontakt mit ihr stehen und sie reflektieren, damit sie sich selbst erkennen und weiter entwickeln kann. Die Menschheit hat lange Zeit in einer innigen Naturverbundenheit auf der Erde verbracht, um dann in ein Zeitalter der Individualität und Freiheit aufzubrechen, ein Zeitalter das uns heute so viele Schwierigkeiten bringt. Die Vision der Erde ist keine Rückkehr zu alter, unselbstständiger Intimität, sondern vielmehr die Versöhnung, die Harmonisierung von Verbundenheit und Freiheit, von Intimität und Individualität. Aus dieser erwachsenen Beziehung heraus, kann eine Partnerschaft von Erde und Menschheit entstehen, in der alles möglich ist.

Ist die Erde als Organismus wirklich bewusst und fühlend? Sehnt sie sich nach Entwicklung und Selbstreflektion? Auch wenn diese Fragen letztlich (noch) nicht beantwortet werden können, ist diese Vision und ihre Konsequenzen allemal ein Gedankenexperiment wert.

“Ich bin bei Euch” gehört zu den Büchern, die ich bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen konnte. Viele der Ideen und Visionen in diesem Buch haben mich tief berührt und brachte mich dazu, meine eigene Beziehung zur Erde in neuem Licht zu betrachten. Stens Buch ist wahrlich ein Licht in dunklen Zeiten.

Meine unbedingte Empfehlung: Lesen!

Ella A.

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Wenn ich mir das “Konzept”, dass die Erde ein fühlendes,sprechendes etc. Wesen sein soll und mit uns sprechen will, in den Kopf “steigen” lasse, wird´s heikel und es entsteht Widerstand.

Wenn ich nicht darüber nachdenke und die Sprech- und Schreib-, bzw. Gefühl-Vermittlungsweise des Autors einfach wirken lasse, geht es mir gut. Ich entdecke viele, oftmals auch nur kleine Elemente, bei denen ich mitschwingen kann. Auch ohne einen Weg gegangen zu sein wie er.

Aber seine Arbeit bzw. vielleicht besser Durchleben und sein einen daran-teilhaben-lassen läßt Vertrauen entstehen, Stimmigkeit entstehen. Ich fühle mich stimmig. Seine sanfte, fast zarte Art und Weise, das Buch fließen zu lassen und sein Person dabei immer dabeisein zu lassen, läßt Widerstand erst gar nicht erst aufkommen, nicht nötig werden? Schön.

J. Wittig

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Aus der “Review Page” von Amazon.com

Dieses Buch ist etwas außergewöhnlich. Ich bin eher ein wissenschaftlicher Typ und musste eine lange Pause – über mehrere Monate – einlegen, als ich ungefähr halbwegs durch war. Aber etwas hat mich zurückgezogen, und ich habe es erst jetzt fertig gelesen. Ich gebe dem Buch fünf Sterne – nicht weil ich es als eines der besten Bücher betrachte, die ich je gelesen habe, sondern, weil es mir wichtige Ideen brachte, die ich, wie ich glaube, nirgendwo anders hätte bekommen können. Der Autor ist ein klarer Denker und ein sehr guter Schriftsteller. Seine Lebenserfahrungen sind so anders als meine, dass ich beim Lesen immer wieder einen kleinen überraschenden Perspektivenwechsel erlebte, das ganze Buch hindurch. Am Ende spürte ich, dass seine Bereitschaft, die Erde in ihren eigenen Worten sprechen zu lassen (egal, wie man das nun sieht) ihm erlaubt hat, etwas Wahres und Wichtiges zu erblicken. Das Buch ist relativ kurz. Auf seiner eigenen Weise ist es fesselnd und spannend; ich wollte immer wieder wissen was als nächstes kommen würde. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die Ideen dieses Buches auf längere Sicht verbinden mit der mehr wissenschaftlichen Standardliteratur, die ich routinemäßig lese.

Pete Wakeman (Dillon, MT, US – übersetzt aus dem Englischen)

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(Das Folgende ist keine Buchbesprechung im engeren Sinne, da ihr Autor bei der redaktionellen Bearbeitung des Buches zu Rate gezogen wurde und dabei wertvolle Beiträge leistete.)

Empfehlungsschreiben für das Buch „Ich bin bei Euch: Die Erde will mit uns sprechen”

Mein Freund Sten Linnander hat ein Buch veröffentlicht. Der Inhalt wirkt simpel: Ein Mann steigt auf einen Berg und erhält Botschaften von der Erde, die er der Menschheit mitteilen soll. Die erste Botschaft lautet: “Ich, die Erde, bin lebendig und habe Bewusstsein. Ich handle bewusst. Ich habe einen freien Willen.” Das ist nicht das einzige und vielleicht auch nicht mal das Originellste, was sie zu sagen hat und so gibt der Autor die Meinungen der Erde zu einer Vielzahl von Themen wieder, die einen Menschen so bewegen können.

Auf den ersten Blick scheint es, dass dieses Buch nur ein weiterer Versuch ist, auf dem New Age Markt einen Propheten zu installieren: “Seht her, die Erde spricht und hier ist ihr ausgewählter Botschafter.” Aber Sten Linnander taugt nicht zum Propheten: Er ist zu selbstironisch, zu zweifelnd hinsichtlich bekannter esoterischer Stereotypen und Klischees, zu selbstkritisch – und zu bescheiden.

Ich kenne Sten Linnander seit 20 Jahren. Ich schätze ihn als einen kosmopolitischen Freigeist aus einer anerkannten Familie der schwedischen Oberschicht, dessen intellektuelle Originalität und persönliche Integrität ihm zurecht weltweit Türen geöffnet haben. Ich bin immer wieder davon beeindruckt, wie er sich wie ein Fisch im Wasser jenes häretischen Milieus an ernsthaften Forschern, Tüftlern, Denkern bewegt, die abseits des naturwissenschaftlichen Mainstreams unser herkömmliches Weltbild herausfordern. Kaum einer, der dort Rang und Namen hat, ist ihm unbekannt, ein Großteil hat er persönlich getroffen. Ähnliches gilt für so manch offene Geister aus Politik, Religion, Spiritualität und für eine Vielzahl an originären Avantgardisten der verschiedensten sozialen Subkulturen. Spricht man so etwas in seiner Anwesenheit aus, wird er es abstreiten. Hört man ihm aber aufmerksam zu, mit wem er in den vergangenen Jahrzehnten zusammengearbeitet hat, wer ihm alles Zugang gewährt hat, wer ihn als Gesprächspartner anscheinend ernstnimmt und welche Initiativen oder Projekte er besucht hat, dann merkt man schnell, dass diese Abwehr zwar verständlich sein mag, aber unzutreffend. Ich empfinde es deshalb als besondere Ehre, dass ich die Entstehung dieses Buches im vergangenen Jahr kritisch begleiten durfte.

Immer wieder preist das Feuilleton heutzutage Bücher als ‘intellektuelles Abenteuer’. Doch nur selten wird der Anspruch, dass unsere fundamentalen begrifflichen Kategorien, Deutungsmuster, Bewertungen und Handlungsdispositionen herausgefordert werden, eingelöst. Nimmt man an, dass Sten Linnander kein Scharlatan und kein Narzisst mit ausgeprägtem Größenwahn ist, dann kann sein kleines Buch aber genau das leisten. Das trägt nicht unerheblich zum Lektüregenuss bei: Was wären denn die Konsequenzen, wenn die Erde tatsächlich ein bewusstes, ein selbstbewusstes und ein kommunikationsfähiges Wesen wäre? Man nehme z.B. die ethischen Implikationen: Welche Verhaltensweisen, die wir gegenüber anderen Menschen an den Tag legen müssen, damit wir alle ein gutes Leben führen können, müssten wir dann sinnvollerweise auch gegenüber der Erde zeigen, wenn wir sie als Person ernstnehmen? Allein diese Frage überschreitet den Wertehorizont der herkömmlichen ökologischen Ethik. Noch herausfordernder wird es, wenn unser Verhältnis zu Erde sogar so intim ist, wie es hier behauptet und auch illustriert wird. Denn dann gilt nicht nur das Paradigma des intersubjektiven Umgangs im Allgemeinen, sondern sogar das Paradigma des Anvertrautseins, das wir aus dem persönlichen Verhältnis zwischen Eltern und Kindern oder zwischen Liebenden kennen. Welche Tugenden brauchen wir dann, welche neuen Verpflichtungen entstehen daraus? Ähnlich weitreichende Konsequenzen lassen sich auch hinsichtlich des Verständnisses unseres Bewusstseins erahnen. Nur eine sei hier angedeutet: Wenn wir Menschen (und Affen, Delfine, Schweine) uns als auf und mit der Erde lebendes, bewusste Wesen begreifen und die Erde zugleich ein bewusstes Wesen ist, was ist dann ihr und unser Bewusstsein und was ist das Verhältnis der Bewusstseinsströme zueinander?

All diese Konsequenzen denkt das Buch nicht weiter und kann es nicht weiterdenken. Das gilt ebenso für  die anderen mannigfachen Themen und Thesen, die in ihm angesprochen und ausgesprochen werden. Aber das Buch ist wie der Autor selbst: es bietet auf kleinem Raum einen reichhaltigen Fundus an originellen Perspektivwechsel zum Verständnis unseres Lebens. Es lohnt, sich auf den damit einhergehenden Zauber einzulassen. Das gilt vor allem für das, was Sten Linnander als Gesprächsinhalt der Erde aufgezeichnet hat. Im Schriftbild deutlich abgesetzt, liest man Passagen voller eigenartiger Poesie und Schönheit. Das gilt aber auch für die darauf folgenden Kommentare von Sten Linnander selbst, die in klarer, einfacher Sprache formuliert sind und immer wieder eigene Erlebnisse und Überlegungen zur Deutung des Gesagten heranziehen. Sie sind von persönlicher Ehrlichkeit und geistiger Unbestechlichkeit geprägt. Sten Linnander macht keinen Hehl daraus, dass er mit den esoterischen Deutungsmustern unserer Tage wohl vertraut ist, eine Vielzahl an Praktiken ausprobiert hat und auch so manches an Begrifflichkeiten und Motiven teilt, die von der modernen Selbsterfahrungs- und New-Age-Kultur angeboten werden. Aber er ist zugleich ein naturwissenschaftlicher, wenn auch häretisch geprägter Geist und so weiß er: die beeindruckende Tatsache, dass die Erde spricht, entbindet uns nicht von der Pflicht zum kritischen Denken.

Man muss nicht mit allem einverstanden sein, was in dem Buch steht – und meiner Meinung nach sollte man das auch nicht. Weder die Erde selbst noch derjenige, den sie sich als Konversationspartner ausgesucht hat, sind davor gefeit, Unsinn, Einseitigkeiten, populäre Irrtümer zu vertreten (- wobei es spannend wäre herauszufinden, was in Bezug auf die Erde das Wort ‘populär’ bedeutet). Daß – als ein Beispiel von vielen – die Erde der heteropolaren Sexualität zwischen Männer und Frauen einen so hohen Stellenwert zuspricht, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit auch damit zutun, daß ihr Gesprächspartner lange und intensiv in Gemeinschaften und Milieus gelebt, die davon geprägt waren. Menschen, die sensibel für heteronormative Deutungskonzepte sind und denen Anliegen der Queer-Bewegung am Herzen liegen, dürften darob zurecht die Stirn runzeln.

So könnte man noch manches mehr aufzählen, was zum Beispiel meinen deutlichen Widerspruch provoziert. Aber das nimmt dem Buch nur unwesentlich von seinem Wert. Von seinem Kernanliegen können wir alle nur profitieren. Und deswegen empfehle ich es jedem, der Freude an ungewöhnlichen, herausfordernden Gedanken hat und glaubt, ein wirklich offener Geist zu sein.

J. Lambing

 

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Nach fast einem Jahr, seit ich das Buch zum ersten Mal las,
habe ich es mir erneut vorgenommen und bin erstaunt.
Erst jetzt erschließen sich mir wesentliche Aussagen der
Erde. Das mag zwei Gründe haben. Zum einen habe ich
selbst begonnen, mit der Erde zu kommunizieren, wobei
ihre Mitteilungen bisher nicht so gehaltvoll sind wie die in 
Sten Linnanders Buch - die Erde hat auch angedeutet, 
daß dies an mir selbst liegt - und zweitens haben viele Aussagen 
eine Tiefe, die mich weit über das Gewohnte herausforderrt. 
Nun habe ich mir vorgenommen, sie immer wieder zu lesen, 
auf daß sich in meinem Denken neue Bahnen bilden
können und mein Fühlen auf die Erde eintunt. 
An meinem Kraftplatz werde ich mir mehr Zeit nehmen, um
in die Intimität mit der Erde zu kommen. Darauf freue ich mich. 
Dem Autor danke ich, daß er nach langem Zögern den Mut
gefunden hatte, die Erde auch zu uns sprechen zu lassen.

Gerhard Cordes